MLL GmbH kooperiert mit IBM Watson und Illumina

Zur umfassenden Verbesserung der Leukämiediagnostik im digitalen Zeitalter hat das MLL Münchner Leukämie Labor GmbH Verträge mit IBM Watson und Illumina abgeschlossen.Zentraler Inhalt der Vereinbarung ist die Verwendung der aktuell schon vorliegenden Datensätzen von über 500.000 Fällen im Labor aus den letzten 12 Jahren mit einem Datensatz von zu sequenzierenden Fällen: insgesamt sind 5.000 speziell ausgesuchte Leukämieproben mittels Whole Genome Sequencing (90x) und RNA-Seq für die nächsten 12 Monate in diesem Forschungsprojekt geplant.Alle Daten werden dann mit verschiedenen Software-Produkten des MLL, von Illumina und speziell auch von IBM Watson mithilfe von künstlicher Intelligenz, neuronalen Netzwerken und Maschinenlernen analysiert.Ziele sind eine Verbesserung der aktuellen Leukämiediagnostik mithilfe von lernenden Software-Systemen, eine Überarbeitung der zunehmend molekular basierten Diagnostik und speziell auch die Überprüfung und gegebenenfalls Erweiterung vorhandener Prognosesysteme. Weiterhin ist im Sinne der personalisierten Medizin vorgesehen, den gesamten Datensatz bezüglich potentieller Targets zur zielgerichteten Therapie auszuwerten. Dies alles soll im Interesse der zukünftigen Patienten für die Diagnostik, Prognoseabschätzung und Precision-Medicine-Ansätze nutzbar gemacht werden. Das gesamte Forschungsprojekt läuft unter Leitung und innerhalb des Münchner Leukämie Labors. Eine Mitteilung unseres Mitglieds Prof. Dr. Torsten Haferlach, Münchener Leukämie Labor GMBH​

Prof. Dr. Torsten Haferlach

 Leukämiediagnostik und Therapie: Auf dem Wege zur Personalisierten MedizinOrt: MLL Münchner Leukämielabor GmbH,Max-Lebsche-Platz 31, 81377 MünchenZeit: 17:00 - 20:00 Uhrmit Gelegenheit zur Besichtigung der Laborräume des MLL

HARMONY in personalisierter Medizin

Je mehr personalisiert die Medizin wird, desto wichtiger wird die Verfügbarkeit von großen Datenmengen vieler Einzelpatienten, um daraus hilfreiche Erkenntnisse und Ansätze abzuleiten. Hierzu passt eine Mitteilung der Universität Ulm:  „Big Data“, also riesige Datenmengen und ihre intelligente Analyse, gilt als große Chance für die medizinische Forschung. In Zukunft könnten auch Patienten mit Erkrankungen des blutbildenden Systems von einer einmaligen „Datensammlung“ profitieren: Im Zuge des millionenschweren Projekts HARMONY (Healthcare Alliance for Resourceful Medicines Offensive against Neoplasms in HematologY) tragen 51 Partner aus 11 europäischen Ländern anonymisierte Patientendaten zusammen. Durch die Auswertung dieser „Datenberge“ sollen wertvolle Erkenntnisse zu Erkrankungen wie Leukämien (AML, CLL, ALL), Lymphomen, dem Multiplen Myelom, dem Myelodysplastischen Syndrom oder bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems bei Kindern gewonnen werden.​ In diesem Sinne wird es sicherlich sinnvoll und notwendig werden, über Datenschutzrichtlinien und ihre erforderliche Anpassung möglichst bald nachzudenken, damit sich Datenschutz nicht letztlich gegen die Patienten richtet; das darf einfach nicht passieren.  Unser Mitglied Herr Dr. E. Precht hat uns auf diese Mitteilung hingewiesen. Vielen Dank dafür! Rahmentext: Thomas Werner, Vorstandsvorsitzender

Ankündigung

Begriffserklärungen - wissenschaftliche Hintergründe - Beispiele Personalisierte Medizin ist ein noch relativ junges aufstrebendes Gebiet in dem sich Naturwissenschaften, speziell die Molekularbiologie, Informatik, Informationstechnologien und die Medizin zusammen schließen, um medizinische Beratung, Diagnose und Therapie auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten jedes einzelne Patienten (manchmal auch einer Patientengruppe) möglichst optimal abzustimmen. Der Verein m4 Personalisierte Medizin e.V., dessen Vorstandsvorsitzender ich derzeit bin, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die absolut unerlässliche Diskussion über Personalisierte Medizin mit dem Ziel zu unterstützen, zu einem gesellschaftlichen Konsens über wesentliche Eckpunkte beizutragen, wobei es unser Ziel ist, alle von den Fachexperten bis hin zu den Patienten und möglichen Patienten (also alle) in angemessener Weise zu beteiligen und den Informationsaustausch zu fördern. Grundwissen, Erklärungen und Fakten sind derzeit aber weit verstreut. Obwohl im Prinzip alles zugänglich ist, so doch  ungeordnet und manchmal scheinbar widersprüchlich. Ich möchte mit diesem Blog zumindest begrifflich eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, indem ich die wesentlichsten Grundbegriffe nenne und einzuordnen versuche. Selbstverständlich ist das eine durch meinen persönlichen Hintergrund beeinflußte und gefärbte Darstellung und läuft daher auch unter meinem Namen und nicht stellvertretend für den gesamten Verein. Es soll auch gar nichts anderes sein, als ein Startpunkt der Diskussion, aus der sich dann ein Konsensus ergeben kann, wenn denn andere auch mitmachen und Kommentare hinterlassen, die einen Beitrag zu diesem Ziel leisten. Der Blog wird normalerweise jeweils am Freitag einer Woche erscheinen, und zwar prinzipiell wöchentlich, von einzelnen Pausen abgesehen.  Er erscheint in seinem eigenen Bereich, der im Menü als “TW’s PM Blog D” auftaucht (Nur diese Ankündigung erscheint auch in den andren Blogs Seiten). Er erscheint parallel auf Deutsch und auf Englisch, da er auch auf dem allgemein zugänglichen Teil der Vereins-Webseite publiziert wird. Dabei handelt es sich bei der englischen Fassung bewusst nicht um eine wortgetreue Übersetzung, sondern ich werde die englische Version auch inhaltlich an internationale Aspekte anpassen, wo es mir angezeigt erscheint. Was kommt als nächstes? Nächste Woche erscheint hier der erste Teil der Einführung.​

Personalisierte Medizin randomisiert?

Lancet Oncology publizierte 2015 eine voll randomisierte Studie zu Personalisierter Medizin. Der Kommentar beleuchtet ein paar Aspekte der Frage, ob denn das so sinnvoll ist. Kommentar in voller Länge im Download Bereich.

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Öffentlicher Blog