MLL GmbH kooperiert mit IBM Watson und Illumina

Zur umfassenden Verbesserung der Leukämiediagnostik im digitalen Zeitalter hat das MLL Münchner Leukämie Labor GmbH Verträge mit IBM Watson und Illumina abgeschlossen.

Zentraler Inhalt der Vereinbarung ist die Verwendung der aktuell schon vorliegenden Datensätzen von über 500.000 Fällen im Labor aus den letzten 12 Jahren mit einem Datensatz von zu sequenzierenden Fällen: insgesamt sind 5.000 speziell ausgesuchte Leukämieproben mittels Whole Genome Sequencing (90x) und RNA-Seq für die nächsten 12 Monate in diesem Forschungsprojekt geplant.

Alle Daten werden dann mit verschiedenen Software-Produkten des MLL, von Illumina und speziell auch von IBM Watson mithilfe von künstlicher Intelligenz, neuronalen Netzwerken und Maschinenlernen analysiert.

Ziele sind eine Verbesserung der aktuellen Leukämiediagnostik mithilfe von lernenden Software-Systemen, eine Überarbeitung der zunehmend molekular basierten Diagnostik und speziell auch die Überprüfung und gegebenenfalls Erweiterung vorhandener Prognosesysteme. Weiterhin ist im Sinne der personalisierten Medizin vorgesehen, den gesamten Datensatz bezüglich potentieller Targets zur zielgerichteten Therapie auszuwerten. Dies alles soll im Interesse der zukünftigen Patienten für die Diagnostik, Prognoseabschätzung und Precision-Medicine-Ansätze nutzbar gemacht werden. Das gesamte Forschungsprojekt läuft unter Leitung und innerhalb des Münchner Leukämie Labors.

 

Eine Mitteilung unseres Mitglieds Prof. Dr. Torsten Haferlach, Münchener Leukämie Labor GMBH

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