Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat am 18.07.2011 die Gewinner des m4 Awards bekannt gegeben: Fünf Wissenschaftler-Teams aus Bayern erhalten über 2 Jahre eine Forschungsförderung von durchschnittlich 500.000 Euro und eine professionelle Betreuung, um ihre innovativen Ideen soweit voranzutreiben, dass sie die Grundlage für eine Unternehmensgründung bilden. Der m4 Award fördert insbesondere kommerzialisierbare Projekte im Bereich der Personalisierten Medizin. Damit soll die bayerische Gründerszene in der wichtigen Schlüsseltechnologie Biotechnologie belebt werden.
„Der m4 Award stärkt und beschleunigt den Übergang von akademischer Forschung in marktreife Produkte“, sagte Bayerns Wirtschaftsstaatsekretärin Katja Hessel vor der Preisverleihung. „Dies kommt nicht zuletzt dem Patienten zu Gute, der von modernen, personalisierten Medikamenten profitiert.“
Die “Personalisierte Medizin“ nutzt die neuen Erkenntnisse über genetische und molekulare Ursachen von Krankheiten, um auf bestimmte Patientengruppen zugeschnittene Therapien zu entwickeln. Hier spielt auch die Diagnostik in Zukunft eine immer größere Rolle.
m⁴ Award
Create the Future of Medicine
Preisträger
Durch ein solch tiefgehendes Verständnis von Krankheitsmechanismen und molekularen Signalwegen fördert die Grundlagenforschung immer neue Ansatzpunkte für Medikamente zu Tage. So nutzen die Teams um die Preisträger Dr. Felix Hausch vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie und um Prof. Dr. Ritter vom Universitätsklinikum Würzburg neue Zielmoleküle, um Therapien gegen Depression bzw. Herzschwäche zu entwickeln. Zwei weitere Gewinnergruppen entwickeln innovative Krebstherapien, die die körpereigene Abwehr des Patienten aktivieren: Prof. Dr. Karl-Peter Hopfner vom Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelt personalisierbare, dreiarmige Antikörper gegen spezielle Formen der Leukämie und Prof. Dr. Dolores Schendel vom Helmholtz Zentrum München etabliert eine zelltherapeutische, individualisierte Impfung gegen Prostatakrebs. Ein weiteres Projekt vom Helmholtz Zentrum München will neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson bekämpfen: das Team um Dr. Joel Schick hat ein neuartiges Verfahren etabliert, mit dem sich in Zellkultur die Wirksamkeit von neuen Substanzen besser testen lässt. (mehr)
Consulting
Damit aus den guten Ideen auch einmal gesunde Start-up-Unternehmen werden, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Münchener Preisträger zusätzlich mit bis zu 30.000 Euro für Beratungsdienstleistungen im Hinblick auf eine professionelle Projektentwicklung und Gründungsvorbereitung. Dies ist ein Teil der Spitzencluster-Förderung des BMBF, welche der Münchener Biotech Cluster mit dem Programm „m4 – Personalisierte Medizin und zielgerichtete Therapien“ einwerben konnte. Bis 2015 werden ca. 35 Projekte mit über 100 Partnern unterstützt, um die Personalisierung der Medizin in der High-Tech-Region München zu etablieren.
Projektpartner
Der m4 Award wird durchgeführt von BioM und dem netzwerk nordbayern. Projektpartner sind die Technologie Transferstellen der Ludwig-Maximilians-Universität (KFT) und der Technischen Universität (TUMForTe), die Technologie-Transfer-Einrichtungen des Helmholtz Zentrums München (Ascenion) und der Max-Planck-Gesellschaft (Max Planck Innovation) sowie die Bayerische Patentallianz.













